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Kulturerbestätte in der Großregion bald bei der UNESCO?

Es könnte sein, dass in wenigen Jahren noch mehr Orte der Großregion auf der Liste des Welterbes der UNESCO stehen werden.

Frankreich und Belgium bieten die Stirn fur den Ersten Weltkrieg
In diesem Jahr haben weder Frankreich noch Belgien Kandidaten auf der Warteliste, die für ihren „außergewöhnlichen universellen Wert“ ausgezeichnet werden sollen. Jedoch wird zurzeit beiderseits der Grenze mit Nachdruck daran gearbeitet, ein hochkarätiges und sehr symbolträchtiges Projekt auf die Liste des Welterbes zu bringen: „die Landschaften und Orte der Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg“. Das Projekt erfasst über 50 Orte und Landschaften, die von der Nordsee bis zu den Vogesen reichen und umfasst damit einen Bereich von über 700 km Länge, der durch Frontläufe im Ersten Weltkrieg gekennzeichnet wurde.

Dieses Projekt wird transnational von Belgien und den französischen Departements getragen, die entlang der historischen Frontverläufe liegen. Bereits 2002 setzte Belgien die „Orte der Erinnerung und die Denkmäler des Ersten Weltkriegs: der Westhoek und seine Nachbarregionen“ auf die Anwärterliste der UNESCO. Die französischen Departements schlossen sich im Verein „Landschaften und Orte der Erinnerung des Ersten Weltkriegs“ [www.heritage-grandeguerre.fr] zusammen. Alle lothringischen Departements sind vertreten, wobei der Präsident des Generalrats des Departements Meuse den Vorsitz des Vereins hat.

Seit dem Juni 2013 sind beide Vereine mit einer Kooperationsvereinbarung verbunden und arbeiten nun gemeinsam an der Klassierung der Landschaften und Orte als Weltberbe. Die Aufnahme in die Liste wird für die Zeit zwischen 2016 und 2018 angestrebt. Das fällt mit den Gedenkfeiern an den Ersten Weltkrieg zusammen und hat damit einen hohen Symbolwert.
 

Die Großregion auf der Anwärterliste der UNESCO

Auf der Aufnahmeliste der UNESCO befinden sich noch weitere Stätten der Großregion:
  • Das architektonische und urbane Werk von Le Corbusier (französischer Teil einer transnationalen Reihe) mit der Fabrik Claude & Duval (1946) in Saint-Dié in Lothringen
  • In Belgien, um nur einige zu nennen: das Thermal-Ensemble von Spa: die Kur und die Herrschaftsvillen, der Palast der Bischofsfürsten von Lüttich, die Zitadellen der Maas

Dies sind alles weitere Beispiele für den Reichtum und die kulturelle Vielfalt der Großregion.
Autor
Périne Weiland
Autor
Périne Weiland
 
gammarayproductions@flickr