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2. Sinfoniekonzert

WELT IM WANDEL
Werke von Modest Mussorgsky, Gabriel Prokofiev und Witold Lutoslawski

15.10.2018
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Dirigent Roger Epple, Violine Charlie Siem, Saarl├Ąndisches Staatsorchester Modest Mussorgsky Nacht auf dem kahlen Berge Gabriel Prokofiev Violinkonzert "1914" Witold Lutoslawski Konzert f├╝r Orchester Er ist vielleicht der ┬╗russischste┬ź aller russischen Komponisten: Modest Mussorgsky. Die meisten seiner Werke sind unvollendet geblieben. Auch sein Leben war irgendwie unvollst├Ąndig, er litt an Depressionen und starb im Alter von 42 Jahren nach starkem Alkoholmissbrauch. Seine sinfonische Dichtung ┬╗Eine Nacht auf dem kahlen Berge┬ź ist sein einziges genuines Orchesterwerk, aber auch hiervon gibt es mehrere Fassungen. Zumeist, so auch im 2. Sinfoniekonzert, wird das Werk in einer Orchestrierung von Nikolai Rimski-Korsakow gespielt. Thema der abgr├╝ndigen Komposition ist ein orgiastischer Hexensabbat auf einem Berg in der N├Ąhe von Kiew. Den in London lebenden Gabriel Prokofiev verbindet mit seinem russischen Gro├čvater Sergej Prokofjew musikalisch kaum etwas, kompositorisch geht er ganz eigene Wege. Nach dem Musikstudium machte Gabriel Prokofiev erst einmal Garage Music und Hiphop, bevor er sich der Klassik erneut zuwandte. Er ist Artist in Focus der Spielzeit 2018/2019. Seinem Violinkonzert, welches 2014 uraufgef├╝hrt wurde, gab er den Untertitel ┬╗1914┬ź. Das St├╝ck folgt den Ereignissen des Jahres 1914, von der Euphorie bei Kriegsausbruch bis hin zur totalen Trostlosigkeit des Grabenkrieges, wobei die Solo-Violine den direkten emotionalen Bogen zum Publikum spannt und viele Einzelcharaktere zeichnet, mal die Gleichg├╝ltigkeit der Gener├Ąle, mal das traumverlorene Hoffen eines Soldaten. Gabriel Prokofiev ├Ąndert die Perspektiven wie in einem Film. Er arbeitet auf verschiedenen Ebenen - auch stilistisch - um die Geschehnisse des Kriegsausbruchs zu betrachten. Die Besatzung im 2. Weltkrieg ├╝berlebte der junge Komponist Witold Lutos?awski im Untergrund. Zum kulturellen Neubeginn nach Kriegsende sollte Witold Lutos?awski f├╝r die Philharmonie in Warschau eine neue Komposition schreiben. Ganze vier Jahre, zwischen 1950 und 1954, arbeitete Lutos?awski an seinem ┬╗Konzert f├╝r Orchester┬ź. Es entstand ein einzigartiges Werk. Auch, wenn seine vielleicht meistgespielte Komposition sich hier noch folkloristischer Elemente bedient, es ist keine brave Musik. Das St├╝ck hat es in sich, es ist virtuos, anspruchsvoll, tiefsinnig und sinnlich zugleich. TIPP: KINDERMUSIKWERKSTATT BEI SONNTAGSKONZERTEN Musikbegeisterte Kinder zwischen vier und neun Jahren sind w├Ąhrend der Sonntagskonzerte herzlich eingeladen, spielerisch das Orchesterinstrumentarium und ein Werk des Programms kennenzulernen. Los geht┬┤s um 10:30 Uhr, in der Konzertpause gibt es Brezeln und Wasser zu St├Ąrkung. Dieses Angebot (3 ÔéČ pro Kind) gilt nur in Kombination mit dem Kauf einer Konzertkarte.
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