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Zipora Rafaelov, Chawa, Papierschnitt, Tusche, Polyester, 90 x 105 cm, 2008-2010, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Zipora Rafaelov, Kisufim, Papierschnitt, Pergament, Tusche, 266 x 120cm, 2010, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Zipora Rafaelov, Cubus, Holz, Acryl,  32 x 34 x 22 cm, 2005, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Zipora Rafaelov - Die dritte Dimension der Linie


24.08.2018 - 04.11.2018
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Aus Papier, Fäden und Holz schafft Zipora Rafaelov fragile Arbeiten von hoher ästhetischer Qualität, bei denen die Grenzen zur Materialität verschwimmen. Ab dem 24. August 2018 zeigt die national wie international beachtete israelische Künstlerin in der Ausstellung „ZIPORA RAFAELOV – DIE DRITTE DIMENSION DER LINIE“ eine Auswahl ihrer Werke in der Städtischen Galerie Neunkirchen.
 
Zipora Rafaelov entwickelt ihre Arbeiten aus der Zeichnung heraus. Durch das Zusammenspiel von Schatten, Licht und Raum überführt sie die Zeichnung auf unterschiedliche Weise, aber in dennoch unverkennbarer Handschrift, ins Dreidimensionale. So erscheinen ihre Papierschnitte fast schwebend, wie komplexe Gespinste hauchzarter, verflochtener Linien. Freie Formen, Figuren und Gegenstände sind in ihren Papierarbeiten eng ineinander verwoben. Verborgen im Ornament, enthüllen sich die figürlichen Motive häufig erst auf den zweiten Blick. Die Figuren in Zipora Rafaelovs Arbeiten sind vornehmlich starke, selbstbewusste und geheimnisvolle weibliche Akte, die wie Archetypen daherkommen, zugleich aber auch Züge der Künstlerin in sich tragen. Durch den Schattenwurf erhalten die Papierschnitte zusätzlich eine räumliche Ebene.
 
Ausgesägte Silhouetten von Alltagsgegenständen, Pflanzen und Tieren im Miniaturformat, die die israelische Künstlerin zu Reliefs und Objekten zusammenfügt, bilden das plastische Gegenstück zu den Papercuts. Auf die einfachste Form reduziert und scheinbar wahllos miteinander kombiniert, erzählen sie immer neue Geschichten. Daneben lassen sich motivisch auch immer wieder Anklänge an die jüdische Identität der Künstlerin finden.
 
Im Fokus ihrer künstlerischen Arbeit stehen die Form, die Linie und das Licht als „bildhauerisches Material“. Besonders eindrucksvoll inszeniert Zipora Rafaelov die Wechselwirkung von Schatten, Licht, Linie und Raum in großen, aus unzähligen Fäden gespannten Raum-Installationen, die sie für den jeweiligen Ausstellungsort, so auch für die Städtische Galerie Neunkirchen, entwickelt.
 
Zipora Rafaelov, 1954 geboren in Beer-Sheva/Israel, 1973-75 Studium Journalistik und Ökonomie an der Universität Tel Aviv, 1976-80 Abendstudium am Institut für Schöne Künste Bat-Yam/Israel, 1981-87 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, 1986 Meisterschülerin, 1988 Arbeitsstipendium der Hedwig und Robert Samuel-Stiftung, Düsseldorf, 2014 Preisträgerin Rheinischer Kunstpreis, lebt und arbeitet in Düsseldorf und Tel Aviv/Israel

Öffentliche Führungen:
Sonntag, 23. September 2018, 15.00 Uhr
Sonntag, 14. Oktober 2018, 15.00 Uhr
Sonntag, 4. November 2018, 15.00 Uhr
Veranstaltungsort
Städtische Galerie Neunkirchen
Marienstra├če 2
66538 Neunkirchen
Deutschland

Eintrittspreis(e)
Eintritt Frei
105