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Tod

Tod

Koproduktion : Independent Little Lies, Kasemattentheater, Escher Theater
Woody Allen

15-05-2018
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(Unfortunately this text does not exist in English.)

Es ist Nacht. Kleinman, ein Verkäufer, wird unsanft aus dem Schlaf gerissen und zum Mitglied einer Bürgerwehr rekrutiert. Gemeinsam mit anderen Zivilisten soll er einen Mörder jagen, einen Wahnsinnigen, der seit einigen Wochen in der Stadt sein Unwesen treibt. Kaum hat er jedoch sein Haus verlassen, sieht sich Kleinman einem Problem gegenüber : niemand ist vor Ort, um ihm Anweisungen zu geben, oder ihn über seine Rolle in der Bürgerwehr aufzuklären. Also zieht Kleinman allein durch die Straßen der Stadt, ohne zu wissen, welche Gefahren dort auf ihn lauern…

Interessanter als der für Woody Allen typische Protagonist - der Archetyp vom neurotischen, intellektuellen Nebbich - ist in diesem Einakter die Welt, in die er hineinkatapultiert wird : eine Welt, in der Logik und Fakten ihre Aussagekraft verloren haben, in der den etablierten Institutionen kein Vertrauen mehr geschenkt wird und in der eine gefährliche Mischung aus Panik und Ahnungslosigkeit herrscht. Ähnlich wie Josef K. in Kafkas Prozess wird die Hauptfigur in Tod

Teil eines undurchschaubaren Systems, dem sie zugleich hilflos ausgeliefert ist. Es ist dieser Zustand allgemeiner Überspanntheit, Misstrauens und Ratlosigkeit, der aus Durchschnittsbürgern Wahnsinnige macht, und der in den USA sowie in einigen Ländern Europas zu besorgniserregenden politischen Entscheidungen geführt hat. Allen outet sich mit Tod als ein durchaus politischer Autor, der die Abgründe einer Gesellschaft analysiert und auf seine unverkennbare Art persifliert. Er zeichnet ein ebenso düsteres wie komisches Chaos, welches es gilt, mit allen verfügbaren Mitteln des Theaters, auf die Bühne
zu übersetzen.

Im Rahmen der ILL Residenz 2016 präsentierte Jacques Schiltz in den Annexes Bourglinster eine erste Arbeitsetappe zu Allens Theaterstück. Hier konnte das Regiekonzept vertieft und einem kleinen Publikum vorgestellt werden. Nachdem er an fünf Produktionen in verschiedenen Funktionen mitgewirkt hat, zeigt Jacques Schiltz mit Tod seine erste Regiearbeit bei ILL.

Mit der Unterstützung des Kulturministeriums

Regie :
Jacques Schiltz
Dramaturgie :
Claire Wagener
Bühnenbild und Video :
Misch Feinen

Mit :
Marc Baum, Nickel Bösenberg,
Rosalie Maes, Elsa Rauchs u.a.
venue
Théâtre Municipal de la ville d'Esch-sur-Alzette
122 rue de l\'Alzette
L-4010 ESCH-SUR-ALZETTE
Luxembourg

entry fee(s)
17€ (adulte CAT1)
9€ (jeune CAT1)
14€ (adulte CAT2)
8€ (jeune CAT2)
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