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Die Reise in die Hoffnung ?- Tanztheater von Roberto Scafati


05.06.2019
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Jeden Tag machen sich Menschen auf den Weg, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Ein Blick nach vorn ist Auslöser und Antrieb fĂŒr Roberto Scafatis erste UrauffĂŒhrung am Theater Trier. Mit seinem jungen Ensemble beginnt er zunĂ€chst mit einer Befragung der eigenen Lebensgeschichten. Denn die persönliche Verortung und das, was wir mit Heimat bezeichnen, bilden den Hintergrund fĂŒr jeden Aufbruch.

Scafati setzt in seiner Kreation nicht in erster Linie auf eine Nachzeichnung der aktuellen Migrationswellen, die unsere europĂ€ische Welt aus ihren moralischen Angeln zu heben scheinen, mit ihren Besorgnis erregenden Auswirkungen, denen die Regierungen wie ohnmĂ€chtig und die Gesellschaften hĂ€ufig repressiv entgegentreten. Vielmehr sind es die menschlichen Zwischentöne, die er herausarbeiten möchte: Begegnungen mit den PhĂ€nomenen von Fremde und mit Fremden, mit der unverhofften Möglichkeit, sich zusammen zu tun, mit den persönlichen Hoffnungen und WĂŒnschen, ja auch mit der Trauer etwas zurĂŒckzulassen und womöglich unwiederbringlich zu verlieren.

Mit seiner tÀnzerisch artistischen, dynamischen Bewegungssprache kreiert er ein Szenario, in dem jeder den eigenen Weg sucht, in einen Möglichkeitsraum, der Hoffnung birgt. Ihn beschÀftigt der Zwischenraum als Zeit- und Hoffnungsfenster zwischen: Nicht mehr da, und noch nicht Angekommen sein. An diesen Momenten von Erkennen, Zweifel, Freude, zwischen Aufgeben wollen und Vision, lÀsst er die Zuschauer teilhaben.

Es geht uns alle an! Die Heimat verlassen, in der Hoffnung auf ein gutes Leben fĂŒhrt der Weg ins Ungewisse. In Zeiten großer sozialer UmbrĂŒche, in Zeiten von Krieg und Hunger, von Unfreiheit und Angst, stellen Migrationen in großem Umfang seit Menschengedenken einen Ausweg dar. Im GepĂ€ck: Die eigenen Visionen, Ausblicke, Hoffnungen und WĂŒnsche. Sie sind die Voraussetzung, um die Strapazen des Weges ins Unbekannte auf sich zu nehmen. Die Wege in eine mögliche Zukunft sind so vielfĂ€ltig, wie die BeweggrĂŒnde aus der persönlichen Situation auszubrechen und das Risiko der Reise allein oder mit vielen gemeinsam auf sich zu nehmen. Immer und fĂŒr jeden aber bedeutet dieser Schritt einen Verlust des Gewohnten, der eigenen kulturellen IdentitĂ€t. Manchmal fĂŒhrt er in ein GlĂŒck...

Mit diesen Orientierungslinien, Skizzen und Bildern "im GepĂ€ck", beginnt die Reise fĂŒr alle, zu der wir das Publikum herzlich einladen.

Choreographie und Inszenierung: Roberto Scafati
Komposition: Flavio Pescosolido
BĂŒhne: Yoko Seyama
KostĂŒme: Rosa Ana Chanza
Dramaturgie: Waltraut Körver
Mit: Francesco Aversano, Angelo d'Aiello, Elisa Marschall, Bogdan Muresan, Damien Nazabal, Yuka Nazabal, Beatrice Panero, Alessio Pirrone, Chiara Rontini, Brooke Squire, Giorgio Strano, Hana Szychowicz
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