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Mélodie! Maladie! Mélodrame!


Ein Abend über Ingrid Caven nach Jean-Jacques Schuhl und dem Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas; Musik von Peer Raben

21.12.2018
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HOMMAGE AN EINE SAARBRÜCKERINBegegnung mit einer Muse In Frankreich ist »La Caven« eine Art letzter deutscher Star - wahlweise eine neue Marlene Dietrich, Zarah Leander oder Lotte Lenya. In Deutschland wird Ingrid Caven meist nur auf ihre kurze Ehe und die lebenslange Freundschaft zu Film- und Theaterregisseur Rainer Werner Fassbinder reduziert. Ingrid Caven ist in Saarbrücken geboren, und das Saarländische Staatstheater nähert sich ihr in der sparte4 nun musikalisch und theatralisch an. Eine Renaissance erlebt die Künstlerin und Pädagogin schon seit einigen Jahren. Als diese Zeilen entstehen, spielt sie mit Helmut Berger wieder Theater in Berlin - in ihrem 80. Lebensjahr! »La Caven« ist eine Frau, die sich immer wieder häutet, immer auch den Gegenentwurf sucht, die Kehrseite, die Kulissen und die Nähte der Welt: mélodie-maladie-mélodie - so Regisseur Sébastien Jacobi. Ingrid Caven war und ist Muse, sie ist Star, und sie ist eine Künstlerin, die bis heute inspiriert und provoziert. In Daniel Schmids »La Paloma«, einem Kultfilm der 1970er-Jahre spielt sie die Rolle einer »Kameliendame« zwischen Liebe, Traum und Tod. Exakt in diesem emotionalen Bermudadreieck sind auch viele ihrer Chansons angesiedelt. Die Tochter eines Saarbrücker Zigarettenhändlers, die Schwester der weltweit gefeierten Opernsängerin Trudeliese Schmidt ist aber vor allem eines: Eine Frau, die uns Deutschen und uns Europäern eine Menge zu sagen hat. Hören wir ihr nur zu. Ensembleschauspieler und Regisseur Sébastien Jacobi inszenierte in Basel, Den Haag und Stockholm sowie am Schauspiel Frankfurt, dem Theater Bielefeld und dem Schauspiel Stuttgart. Seine Frankfurter Inszenierung von Karl Philipp Moritz' »Anton Reiser« mit dem Titel »REISE!REISER!« ist in der Spielzeit 2018/2019 auch wieder in der Alten Feuer wache zu sehen.
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