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Jory Vinikour @ Hermann Rosso

3. Sinfoniekonzert

IRREALE STÜRME
Werke von Francis Poulenc und Ludwig van Beethoven

26.11.2018
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Dirigent SĂ©bastien Rouland, Cembalo Jory Vinikour, SaarlĂ€ndisches Staatsorchester Francis Poulenc SinfoniettaFrancis Poulenc Concert champĂȘtre fĂŒr Cembalo und OrchesterLudwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 "Pastorale" Vom »jungen Wilden«, der mit Inbrunst die musikalische Avantgarde lebte und liebte und Teil der berĂŒhmten Pariser Groupe de Six war, entwickelte sich Francis Poulenc zum Mann von Welt und Musik. Geistreich, witzig und minimalistisch sollte seine Musik sein, eine radikale SimplizitĂ€t vertreten, in der Vernunft und GefĂŒhl ein Gleichgewicht bilden. Surrealismus und Dadaismus prĂ€gten ihn ebenso wie seine großen Vorbilder der Antike oder Bach, Rameau und die Alltagsmusik. Schon bald entwickelte sich die Gruppe, in der sich Poulenc auch musikalisch heimisch fĂŒhlte, auseinander: »Die Unterschiede unserer Musik, unserer Neigungen und Abneigungen schlossen eine gemeinsame Ästhetik aus«, reĂŒssierte er spĂ€ter. Fortan orientierte sich Poulenc, der nie ein Konservatorium besuchte, sondern privat bei Charles Koechlin studierte, an Emanuel Chabrier, Maurice Ravel und Igor Strawinsky. Auch die sakrale Musik hatte es ihm angetan wie die frank-flĂ€mischen Meister des 16. Jahrhunderts. Bei so vielfĂ€ltigen EinflĂŒssen mag es also kaum verwundern, dass Poulencs kompositorischen Schaffen so farbenreich, andersartig und im positiven Sinne unbestimmt ausfĂ€llt. Der Kritiker Claude Rostand bezeichnete ihn sogar mal als eine »Mischung aus Mönch und Lausbub«. Ludwig van Beethoven war bereits zu Lebzeiten eine Ausnahmegestalt, dessen Werke - allen voran die Sinfonien - fest im Konzertrepertoire verankert waren. Der Komponist war wahrscheinlich einer der ersten »Stars« des öffentlichen Kulturlebens, glorifiziert und heroisiert. Doch mit seiner 6. Sinfonie - mit dem Beinamen »Pastorale« - zog der Komponist den Unmut und den Spott der Kritiker auf sich. »Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei«, entgegnete Beethoven trocken seinen Gegnern, die mit dem aus den KlĂ€ngen der Natur entzĂŒndeten Werk schlicht ĂŒberfordert zu sein schienen. Von irrealen StĂŒrmen erzĂ€hlt diese Sinfonie, von sanften Wellen kleiner BĂ€che, wiegenden Baumwipfeln; heroisch, einnehmend, empfindsam. Das Sinfoniekonzert ist Teil des Netzwerkprojektes BEETHOVEN PASTORAL PROJECT im Rahmen des Beethoven-JubilĂ€ums BTHVN2020. Weitere Informationen unter www.beethoven-pastoral-project.com. TIPP: KINDERMUSIKWERKSTATT BEI SONNTAGSKONZERTEN Musikbegeisterte Kinder zwischen vier und neun Jahren sind wĂ€hrend der Sonntagskonzerte herzlich eingeladen, spielerisch das Orchesterinstrumentarium und ein Werk des Programms kennenzulernen. Los gehtÂŽs um 10:30 Uhr, in der Konzertpause gibt es Brezeln und Wasser zu StĂ€rkung. Dieses Angebot (3 € pro Kind) gilt nur in Kombination mit dem Kauf einer Konzertkarte. Voranmeldung erforderlich: Johanna Schatke, Telefon +49 (0) 681 30192-248, Mail j.schatke@staatstheater.saarland.
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