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Nairy Baghramian, Privileged Points, 2017. Courtesy de l'artiste et Marian Goodman Gallery

Nairy Baghramian

Privileged Points

19.01.2019 - 22.09.2019
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Als Neuzugang in der Mudam Sammlung ist die Iranerin Nairy Baghramian mit ihrer monumentalen Skulptur Privileged Points zu Gast im Mudam Luxembourg - Mus√©e d'Art Moderne Grand-Duc Jean, um die aus insgesamt drei Skulpturen bestehende Serie vorzustellen. Die Neuerwerbung wird im Grand Hall zu sehen sein, w√§hrend die beiden anderen Arbeiten einen Platz auf der Esplanade des Parks Dr√§i Eechelen erhalten und damit den Auftakt f√ľr das neue Museumsprogramm au√üerhalb der Mauern des Mudam bilden. Das Werk von Nairy Baghramian war bereits in Institutionen wie dem Walker Art Center in Minneapolis, im Palacio de Cristal - Museo Nacional de Arte Reina Sof√≠a in Madrid und im Rahmen internationaler Schauen wie der 54. Biennale von Venedig (2011) oder der Dokumenta 14 in Kassel (2017) zu sehen. In diesem Jahr war die K√ľnstlerin Ehrengast des Festival d'Automne 2018 in Paris. 

Wie der Titel Privileged Points bereits andeutet, ist der Standort der Werke stets das Ergebnis einer gezielten Entscheidung: "Sie markieren", so die K√ľnstlerin, "Orte, die f√ľr die Pr√§sentation von Kunst ?ideal' sind - ob in einem Museum, an der Wand oder direkt auf dem Boden." Orte, die buchst√§blich sinnvolle Perspektiven er√∂ffnen. 2017 war die Serie Privileged Points bei der Kunstschau Skulptur Projekte M√ľnster vertreten, wo die Art der Pr√§sentation den provisorischen Charakter ihrer Installation im √∂ffentlichen Raum deutlich machte. 

Die verbogenen und verdrehten, von einer dicken Lackschicht √ľberzogenen Metallstangen erinnern an Wucherungen, Prothesen, Adern, langgezogene Tropfen oder auch menschliche K√∂rperteile und lassen sich gleichzeitig als Reflexion √ľber Architektur, Kunsthandwerk, Funktionalit√§t und Dekoration deuten. Die K√ľnstlerin legt gro√üen Wert auf die Umst√§nde der Pr√§sentation ihrer Werke und deren Bezug zum Raum, um auf diesem Wege Funktion und Geschichte des Ausstellungsortes zu hinterfragen. H√§ufig erscheinen die Werke in ihrer Konstellation ungeordnet oder enthalten zarte, fragile Strukturen, die, so glaubt man fast, jederzeit zusammenbrechen k√∂nnten und sich durch eine gewisse "Instabilit√§t" auszeichnen, 

um so dem Verh√§ltnis der K√ľnstlerin zur Bildhauerei und Kunstgeschichte Ausdruck zu verleihen. 

Kurzbiografie 

Nairy Baghramian wurde 1971 in Isfahan im Iran geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihr Werk wurde bereits mit zahlreichen pers√∂nlichen Ausstellungen gew√ľrdigt, unter anderem im Palacio de Cristal - Museo Nacional Centro de Arte Reina Sof√≠a in Madrid (2018), im Walker Art Center in Minneapolis (2017-2018), im SMK in Kopenhagen (2018), im Nasher Sculpture Center in Dallas (2018), im Museum der Moderne in Salzburg (2017), im S.M.A.K. Mus√©e d'art contemporain in Gent (2016), im Museo Tamayo in Mexico (2015) und im Art Institute von Chicago (2014).
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