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Süden


24/01/2020
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(Malheureusement ce texte n'existe pas en français.)

Julien Green
Übersetzung von Irène Kuhn
Création


"Liebesgeschichten, das ist nichts für Kinder", brüllt die alte Evelina. Es sind die letzten Stunden vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen Nord- und Südstaaten - und die Welt fünf junger Menschen steht vor dem Zusammenbruch. Sie sind von ihren Gefühlen überfordert und geraten an die Grenzen ihrer Vorstellungen von Sexualität, Identität und Schuld. Zum Schutz der öffentlichen Sittlichkeit wurde Julien Greens Theaterstück Süden nach seiner Entstehung 1953 in Luxemburg und anderen europäischen Ländern verboten.

"So wie Strindberg", schreibt Walter Benjamin, "nimmt Green seinen Menschen die Opiate des Lebens, und vor allem ihre Gewohnheit fort". In Süden findet der Kampf schon zwischen den Figuren auf der Bühne statt, noch bevor der eigentliche Krieg beginnt. Sie erfinden sich Liebesgeschichten, reiben sich selbstgeschriebene Briefe über den Körper und haben solche Angst vor Beziehungen, dass sie sich einen Gott erfinden - um trotzdem an ihrem falschen Glauben zu scheitern. Ausnahme ist der 14-jährige Jimmy: Zu jung, um diese Leidenschaften zu kennen, kann er das "Liebesgetümmel" um sich herum nicht verstehen. Aber auch er wird schlussendlich Opfer einer Welt, die ihn bestraft und ihm jegliche menschliche Wärme verwehrt.

Über diese Schicksale, Ängste und Gefühle wird in Thierry Moussets Inszenierung von Süden nicht gerichtet; im Fokus stehen die Zerrissenheit der Figuren und die konservativen Strömungen einer Gesellschaft, die durch ein Klima des Rassismus, der Ausgrenzung und der Gewalt den Zusammenhalt und die Offenheit der Menschen bedroht.

Als Teilnehmer am ersten TalentLAB#16 zählt Thierry Mousset sicherlich zu der neuen Generation von Luxemburger Regisseuren, die mit Arbeiten wie Brooklyn Boy Made Good (2017 im Kapuzinertheater) und Oh du do uewen, deem seng Hand (2017 im Kasemattentheater) bereits auf sich aufmerksam machen konnte. Nach seiner dramaturgischen Mitarbeit bei Thorsten Lensings Unendlicher Spaß (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2019), unterstützt von den Théâtres de la Ville und dem FOCUNA-Stipendium, inszeniert er nun zum ersten Mal am Grand Théâtre mit einer erstklassigen Besetzung aus drei Ländern.




Mit u.a. Anna Grisebach, Catherine Janke, Denis Jousselin, Andreas Lust, Luc Schiltz, Cornelius Schwalm
Regie Thierry Mousset
Regieassistenz Sally Merres
Bühne Marie-Luce Theis
Kostüme Uli Simon
Produktionsleitung Eva-Karen Tittmann
Technische Leitung Martina Schulle  Produktion Les Théâtres de la Ville de Luxembourg
Aufführungsrechte beim Verlag Herbig & Nymphenburger  

 
Samedi 18 JANVIER 2020 à 20h00 (tickets)
Jeudi 23 JANVIER 2020 à 20h00 (tickets)
Vendredi 24 JANVIER 2020 à 20h00 (tickets)
Samedi 25 JANVIER 2020 à 20h00 (tickets) DURÉE inconnue, spectacle en création
Adultes 20 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu Lieu: Grand Théâtre / Studio
Contacts pour cet événement
lieu d'événement
Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg
1 Rond-point Schuman
L-2525 LUXEMBOURG
Luxembourg

Tickets
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