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Die Lustige Witwe


Operette von Franz Lehár

25-02-2020
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HOCHGESCHLOSSEN EROTISCHFröhliches Pendant zur preußischen Biederkeit Wir schreiben das Jahr 1904. In Deutschland regiert ein Kaiser und die Landwirte fordern einen besseren Schutz ihrer Produkte gegen ausländische Konkurrenz. In Berlin findet ein Internationaler Frauenkongress statt und eine gewisse Rosa Luxemburg wird wegen Majestätsbeleidigung in Cottbus zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. In Wien sitzt derweil der Komponist Franz Lehár an der Vollendung einer Operettenpartitur, die Musikgeschichte schreiben wird. »Die lustige Witwe« begründete nach ihrer Uraufführung 1905 ein neues Genre: die moderne, erotisch aufgeladene Operette. Allein bis zu Lehárs Tod 1948 wurde das Stück auch deshalb über 300.000-mal gespielt und gleich mehrfach verfilmt. »Die lustige Witwe« prägte mit Melodien wie dem »Vilja-Lied« oder dem Schlager »Da geh' ich ins Maxim« den Musikgeschmack einer ganzen Generation. Und galt zu Kaisers Zeiten eine gewisse Prüderie bis hin zur Kleidung als schick, stauten sich unterm Rüschenkragen oder der Gardeuniform doch ganz andere Sehnsüchte. Aber die Lippen schwiegen. Kein Wunder, dass eine Operette, in der eine Frau alle Fäden in der Hand hält und gleich zu Beginn die PartyLöwen eindeutig zweideutig poussieren, so manches Ventil öffnete. »Die lustige Witwe« war das moderne Pendant zur preußischen Biederkeit und Uromas Traumwelt, die uns noch heute viel über unser Deutschtum verraten kann und jede Menge Spaß bereitet. Aron Stiehl studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Der Dirigent Zubin Mehta lud ihn nach Tel Aviv ein, wo er die »Entführung aus dem Serail« inszenierte und engagierte ihn ebenso für die »Götterdämmerung « in Florenz und Valencia. Dem Saarbrücker Publikum stellte er sich in der vergangenen Spielzeit mit der hochgelobten Neuinszenierung von Korngolds »Die tote Stadt« vor.
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venue
Saarländisches Staatstheater, Spielstätte Großes Haus
Schillerplatz 1
66111 SaarbrĂĽcken
Deutschland

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